Das Dorf Teuritz hat zweifellos einen ähnlichen Entwicklungsweg hinter sich wie Lucka.

Es wird wohl zur gleichen Zeit entstanden sein und der Name deutet ebenfalls auf sorbischen Ursprung hin. Es war einst ein Grenzdorf und von Lucka nur durch das Altenburger Tor getrennt.

Heute erinnern nur noch die Grenzgasse und die Teuritzer Straße an die geografische Lage des Ortes. teuritz 1Blick auf den ehemaligen Ortsteil Teuritz Nahe der Schnauder auf königlich-sächsischem Gebiet stand das Rittergut, das sich über Jahrhunderte im Besitz der adligen Familie von Hagenest befand und maßgeblich die Geschichte des Ortes bestimmte.

1526 kaufte Wolf von Hagenest ein Gut in Teuritz, die Herren verlegten ihren Sitz hierher und erhoben es zum Rittergut. Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurde es in der Familie vererbt oder beliehen. Bis zur Bodenreform 1945 wechselten die Besitzer und Pächter des Gutes.

Sein Hauptkomplex stand unter kursächsischer Lehnshoheit, es hatte aber auch mit Lucka gemeinschaftliche Fluren. Diese enge Verbindung und die Tatsache, dass Lucka immer mehr wirtschaftlichen, kirchlichen und kulturellen Einfluss auf Teuritz ausübte, führte schließlich dazu, dass nach langen Vorverhandlungen der Ort am 1. April 1914 eingemeindet wurde und seitdem ein Ortsteil von Lucka ist.